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hp:archiv:2019:20191116

16.11.2019 - Kleidung und Töpfe für neu angekommene Togolesen

Letzter Woche fiel die Entscheidung des Landratsamtes Esslingen: 20 neue Togoleser werden in die Erstunterbringung nach Oberboihingen gebracht. Frau Ingrid Vogel, die Sprecherin des Arbeitskreises Asyl erhielt diese Nachricht auch und reagierte sofort mit einem Hilfeaufruf per Mail an alle Bekannten, Verwandten und Unterstützer des Arbeitskreises:

Ond se frierad en de Badeschlabba, © ak-asyl

„Bringt am Samstag, 16.11.19 bitte warme Kleidung, Schuhe und auch Töpfe und Besteck in die Daimlerstraße! Die neu angekommenen Togoleser, aber auch die anderen Bewohner der Erstunterbringung tragen derzeit noch 'Badeschlappen und kurze Hosen' – das ist für diese Jahreszeit viel zu leicht!“ Viele Oberboihinger Bürger reagierten auf diesen Aufruf und so kamen ab 13 Uhr die ersten Autos mit Kartons voll Kleidung und auch etlichem Geschirr. Die Geflüchteten wussten, dass an diesem Nachmittag Unterstützung gebracht wird und griffen dankbar nach den dicken Jacken, warmen Pullovern und den Jeanshosen. Sobald Kleidung auf die Biertische gelegt wurden, war sie schnell verteilt – alle Schals, Mützen, Handschuhe und die einzelnen Schuhe wurden sofort ausprobiert und in die Zimmer getragen.

Geregelte Ausgabe,© ak-asyl

Frau Ingrid Vogel und die Helferin des Arbeitskreises-Asyl Frau Claudia Frey achteten peinlichst genau darauf, dass jeder Geflüchtete nur jeweils ein Teil pro Sorte nahm, so dass es für möglichst viele Bedürftige reichte. Und erst am Ende des Nachmittags räumte Frau Vogel und Frau Frey die letzten noch nicht verteilten Kleider in den Container. Dort warten sie in beschrifteten Kartons auf die nächste Ausgabe, denn viele der Neuankömmlinge hatten die Kleiderausgabe verpasst.

Am Geschirr-Container, © ak-asyl

Im „Geschirr-Container“ stand Frau Gabi Heiland bereit und freute sich über die abgegebenen Sachen. Sie unterstützt so oft es nötig ist Frau Vogel bei der Geschirrannahme und betreut im Alleingang den Container mit Kinderkleidung. Des Weiteren gibt sie einem gambischen Azubi im dritten Lehrjahr Deutschunterricht. Auch sie hat im Geschirr-Container eine sorgfältige Ordnung und so den Überblick über die verschiedenen Küchenutensilien. Jeder Togolese bekam einen Topf und einen Löffel. Hier war Frau Heiland streng, weil einfach derzeit nur so wenig von diesen wichtigen Dingen vorhanden ist. Die Syrer, Türken und Gambier, die auch um Geschirr fragten, erhielten am heutigen Tag nichts, da sie zuerst die Neuankömmlinge versorgen wollte.

Die Anschlussunterbringung der Daimlerstraße ist derzeit voll besetzt und seit der neuen Zuweisung ist auch die Erstunterbringung bis zum letzten Zimmer ausgebucht. Im Moment sind auch noch eine Handvoll syrischer Männer da und etwa 20 türkische Geflüchtete. Den syrischen Familien konnte die Gemeinde mittlerweile allen Wohnungen im Ortskern von Oberboihingen zuweisen. Hierüber sind vor allem die Frauen froh, denn für sie und die Kinder wäre es in der Anschlussunterbringung sehr unwirtlich.

Doch die jungen Männer aus Togo – mit den Neuankömmlingen sind dies etwa 60 Personen – und die restlichen etwa 10 Gambier ebenso die Türken sind froh und dankbar, dass sie in der Daimlerstraße eine Bleibe gefunden haben und freuen sich über jede Unterstützung.

Wir sagen jetzt schon im Namen der Geflüchteten ein ganz herzliches Dankeschön für alle Spenden!

c.f.

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hp/archiv/2019/20191116.txt · Zuletzt geändert: 2020/02/04 23:12 von ak_asyl_admin